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Mittelalter ArtikelDas Mittelalter genannt eine Epoche in der europäischen Geschichte
zwischen der Antike und der Neuzeit, welche christliche, antike und
germanische (auch slawisch-keltische) Überlieferungen vereint.
Grundzüge des Mittelalters sind die nach Ständen geordnete Gesellschaft, die gläubig christliche Geisteshaltung in Literatur, Kunst und Wissenschaft, Latein oder Griechisch als gemeinsame Kultur- und Bildungssprache , die Idee der Einheit der christlichen Kirche (die aber faktisch nachdem großen Schisma mit der Ostkirche nicht mehr bestand) und ein recht einheitliches Weltbild.
Buch-Tipp: Bildung. Ein Essay Bildung zwischen Gesellschaft und Schulalltag Bildung ist zur Zeit wieder ein viel diskutierter Begriff. Von Hentig versucht diesen Tatbestand, den gesellschaftlichen bzw. politischen Einfluss, darzustellen. Für ihn spielen andere Wege zu dem unterrichtlichen Alltag eine große Rolle. Er zeigt jedoch auch neben seiner Kritik an der Bildungspolitik... | |
Das Mittelalter erstreckt sich ungefähr von der Völkerwanderung (4. bis 6. Jahrhundert) bzw. dem Untergang des weströmischen Reiches 476 bis zu dem Zeitalter der Renaissance seit der Mitte des 15. Jahrhunderts.
Die Datierungen sind nicht stets einheitlich, es kommt häufig darauf an, welche Aspekte der Entwicklung bevorzugt werden und von welchem Land man ausgeht. Stellt man zu dem Beispiel den Einfluss des Islam in den Vordergrund, kann man Mohammeds Hedschra (622) als Beginn sehen. Ebenso gibt es unterschiedliche Datierungsmöglichkeiten für das Ende des Mittelalters, beispielsweise die Erfindung des Buchdrucks (um 1450) oder auch die Reformation (1517).
Legt man den Fokus auf einzelne Länder, kann man auch zu verschiedenen Eckdaten kommen. So war zu dem Beispiel um 1420 in Italien bereits das Zeitalter der Renaissance angebrochen, während man zur gleichen Zeit in England noch vom Mittelalter spricht.
Mittelalter bezieht sich in erster Linie auf die Geschichte des christlichen Abendlands vor der Reformation - der Begriff wird kaum in dem Zusammenhang mit außereuropäischen Kulturen benutzt.
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Die Einteilung in Früh-, Hoch- und Spätmittelalter | |
Man kann das Mittelalter grob in 3 Phasen gliedern:
- Frühmittelalter (5. bis 11. Jahrhundert)
- Hochmittelalter (11. bis 13. Jahrhundert)
- Spätmittelalter (13. bis beginnendes 16. Jahrhundert)
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Das Spätmittelalter ist die Zeit des aufsteigenden Bürgertums der Städte und der Geldwirtschaft. In dieser Zeit steigt die Hanse zur Handelsmacht auf. Seit etwa 1280 bis einige Jahrzehnte nach der "Großen Pest", (Schwarzer Tod) um 1350 macht die europäische Geschichte einige krisenhafte Entwicklungen durch, die zu einem starken Bevölkerungsrückgang (Wüstung, Pest) führten, aber auch zu starken Veränderungen der Gesellschaftstruktur, die so langsam zur Neuzeit überleiten (siehe auch: Krise des 14. Jahrhunderts).
Als wesentlich für den Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit betrachtet man in dem Allgemeinen die Zeit der Renaissance (je nach Land spätes 14. Jahrhundert bis 16. Jahrhundert), die Entdeckung insbesondere der "Neuen Welt" durch Christoph Kolumbus 1492, die Erfindung des Buchdrucks 1450 und die damit beschleunigte Verschriftlichung des Wissens, den Verlust des Einflusses der institutionalisierten katholischen Kirche und den Beginn der Reformation. Diese Ereignisse sind alle in etwa an der Schwelle vom 15. zu dem 16. Jahrhundert anzusiedeln.
Auch die Eroberung Konstantinopels durch die Türken (1453) wird als
ein Ereignis genannt, das das Ende des Mittelalters markiert. Dies ist nicht ca. eine zeitlich passende Vereinfachung, sondern hat einige Berechtigung, weil mit dem Untergang von Byzanz das letzte lebendige Überbleibsel der Antike unterging. Desweiteren war der dadurch ausgelöste Strom byzantinischer Flüchtlinge und Gelehrter nach Italien hauptverantwortlich für den Beginn der Renaissance. Darüber hinaus wurden die Handelsrouten nach Asien durch die Ausbreitung des Osmanischen Reiches blockiert, so dass westeuropäische Seefahrer neue Wege erkundeten. Dabei wurde unter anderem Amerika entdeckt -- immerhin war es das erste mal, dass die Existenz Amerikas innerhalb weniger Jahre in ganz Europa bekannt wurde.
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Der Begriff Mittelalter bekam vom 16. bis 17. Jahrhundert eine negative Bedeutung. Der Begriff selbst wurde von den Humanisten in dem 16. Jahrhundert geprägt, weil sie das Mittelalter als "dunkle" Epoche zwischen der Antike und ihrer Zeit ansahen, in der antike Traditionen wiedergeboren wurden. Noch heute nennen wir eine Denkweise als "mittelalterlich", wenn wir sie als starr und veraltet kritisieren wollen. Auch die umgangssprachliche Wendung "Rückkehr in das Mittelalter" ist negativ besetzt. In der Romantik wurde das Mittelalter allerdings auch wieder positiver gesehen. == Sonstiges ==
In der japanischen Geschichte wird die Zeit von ungefähr 1200 bis ungefähr 1600 als Mittelalter genannt. Diese Epoche zeichnete sich durch eine starke Dominanz des Buddhismus und des Feudalismus aus.
Auch gibt es die höchst umstrittene Theorie vom erfundenen Mittelalter.
Buch-Tipp: Der Begriff Angst. Das Mögliche und die Angst -------
"&. die Angst, daß ich mich verraten könnte und alles das sagen, wovor ich mich fürchte, und die Angst, daß ich nichts sagen könnte, weil alles unsagbar ist, - und die anderen Ängste . . . die Ängste. Ich habe um meine Kindheit gebeten, und sie ist wiedergekommen, und ich fühle, daß sie stets noch so... |
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Buch-Tipp: Der Begriff des Politischen. Text von 1932 mit einem Vorwort und drei Corollarien Pflichtlektüre für Politologen und Juristen Der Begriff des Politischen ist kompakt geschrieben und polarisiert und heute ungekannter Weise auf hohem Niveau zwischen den Begrifflichkeiten von Freund und Feind. In meinen Augen ein guter Einstiegins Funktionieren totalitärer Ideologien, da Schmitt zeigt, wie nahe Radikalisierung und Polarisierung... |
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Buch-Tipp: Der weiße Reiter. gelungene Fortsetzung! Ich war überrascht, dass Cornwell es geschafft hat an den genialen Vorgänger anzuknüpfen. Während des Lesens merkt man wie einem der Hauptcharakter Uthred stets mehr duch seine unglaubliche Authentizität ans Herz wächst. "Der weiße Reiter" zählt ebenso wie sein Vorgänger "Das letzte Königreich" zu den besten historischen... |
Artikel über Personen des Mittelalters (Auswahl) | |
Bedeutende Dichter siehe unter Deutsche Literatur im Mittelalter
Buch-Tipp: Die Herren des Nordens Heil den tapferen Toten in Odins Reich. . . Alle 3 Romane um Uthred sind sehr gut gelungen und spannend zu lesen. Alle haben eine unglaublich dichte Atmosphäre. Das einzige was mich etwas stört ist, das Uthred noch so jung ist. Ein paar Jährchen mehr würden in besser zu Gesicht stehen. Nichtsdestotrotz liebe ich diese Bücher und freue mich... |
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